Warum CateringOS so funktioniert

Manche Regeln in CateringOS wirken beim ersten Mal streng: Ein Tag lässt sich nicht mehr ändern, eine Einheit gehört zu genau einer Gruppe, eine Rechnung lässt sich nicht korrigieren. Diese Seite erklärt die Überlegungen dahinter. Wer sie kennt, arbeitet schneller — und diskutiert seltener mit der Software.

Was einmal gilt, ändert sich nicht heimlich

Sobald andere auf einer Information gehandelt haben, wird sie geschützt.

  • Ein freigegebener Speiseplan ist ab dem eingestellten Vorlauf gesperrt — dann ist eingekauft und Familien haben bestellt.

  • Ein abgenommener Leistungsnachweis ist ein Endzustand.

  • Eine gestellte Rechnung ist unveränderlich; Korrekturen laufen über Storno und Neuausstellung.

  • Ein HACCP-Messwert wird nie überschrieben — eine nachgetragene Maßnahme entsteht als eigener, verknüpfter Eintrag.

Der gemeinsame Nenner: Ein nachträglich veränderter Wert wäre kein Nachweis mehr. Wo Sie im Notfall doch eingreifen dürfen, ist das auf wenige Rollen begrenzt und wird protokolliert.

Zahlen statt Namen

Die Küche sieht Kopfzahlen und Portionsgruppen — keine personenbezogenen Einzeldaten der Endnutzer. Die Datenhoheit über Personen liegt bei der Einrichtung, nicht beim Caterer.

Das ist keine Einstellung, die man umlegen könnte, sondern in der Anwendung so angelegt. Es schützt beide Seiten: die Einrichtung rechtlich, den Caterer vor Verantwortung für Daten, die er für seine Arbeit gar nicht braucht.

Fristen sind Kostengrenzen, keine Strafen

Die Abmeldefrist trennt „kostenfrei" von „verrechenbar". Nach dem Stichtag ist eingekauft und eingeplant — die Kosten sind real entstanden. Deshalb wird die Frist im Vertrag vereinbart und nicht in der Software festgelegt: Sie ist eine kaufmännische Abmachung, keine technische Einstellung.

Dieselbe Logik trägt die automatische Abnahme von Leistungsnachweisen nach sieben Tagen: Ohne Frist hinge Ihre Abrechnung an der Reaktionsfreude Ihrer Kunden.

Berechnet schlägt eingetippt

Wo eine Angabe aus vorhandenen Daten ableitbar ist, wird sie abgeleitet:

  • Allergene und Nährwerte entstehen aus den Zutaten.

  • Die Einkaufsliste entsteht aus Speiseplan minus Bestand.

  • Der Leistungsnachweis entsteht aus Bestellungen und Kopfzahlen.

Ein von Hand gepflegtes Feld ist genau bis zur ersten Änderung richtig. Bei Allergenen ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein Gesundheitsrisiko.

Eine Wahrheit, kein zweites Pflegen

Jede Angabe hat genau einen Ort:

  • Preise leben im Vertrag — die Küchen-Ansicht zeigt sie nur.

  • Eine Einheit gehört zu genau einer Speiseplan-Gruppe — sonst gäbe es zwei widersprüchliche Pläne für denselben Tisch.

  • Was in welchem Tarif enthalten ist, steht in der Betreiber-Konsole — die Preisseite und diese Doku werden daraus erzeugt.

Im Zweifel nichts freischalten, aber nichts sperren

Zwei bewusst gegenläufige Regeln:

  • Fällt die Prüfung des Tarifs aus, wird nichts freigeschaltet. Ein Fehler darf keine kostenpflichtigen Module öffnen.

  • Fällt die Prüfung der Wartung aus, wird nichts gesperrt. Ein Fehler darf keine laufenden Module stilllegen.

Nichts versprechen, was es nicht gibt

Funktionen, die angekündigt aber noch nicht produktiv sind, tragen auf den Preiskarten eine *-Fußnote und werden ohne Aufpreis freigeschaltet, sobald sie fertig sind. Diese Doku beschreibt ausschließlich, was die Software heute tatsächlich tut — sie wird gegen die laufende Anwendung geprüft.