Rezepte anlegen

Diese Anleitung zeigt, wie Sie ein Rezept anlegen: Zutaten wählen oder neu anlegen, Mengen erfassen und Rezept-Kennzeichnungen (z. B. Vegetarisch, Passierte Kost) setzen. Allergene und Nährwerte werden dabei automatisch aus den Zutaten (BLS-Basis) berechnet.

Rezepte pflegen Nutzer der Küche (Rollen Küchen-Admin, Küchen-Team oder Küchenleitung). Sie öffnen die Rezepte über Küche → Rezepte.

Ein Rezept ist der Baustein. Was auf den Teller kommt und im Speiseplan eingeplant wird, ist ein Gericht — eine Zusammenstellung aus einem oder mehreren Rezepten. Siehe Gerichte anlegen.

Überblick

Ein Rezept besteht aus:

  • Name und Kategorie (Vorspeise, Hauptgericht, Beilage, Nachspeise, Frühstück, Zwischenmahlzeit),

  • Basisportionen (Erwachsene) — die Portionszahl, auf die sich die Zutatmengen beziehen,

  • einer Liste von Zutaten mit Menge, Einheit und Mengenbasis (roh / gegart),

  • optionalen Kennzeichnungen (Ernährungsformen und Konsistenzstufen).

Nährwerte und Allergene werden nicht von Hand eingetragen, sondern aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Rezepte öffnen und neues Rezept starten

So geht’s: Im Menü Küche → Rezepte öffnen und oben rechts auf „+ Neues Rezept" klicken.

Ergebnis: Das Formular „Neues Rezept" erscheint mit den Feldern Name, Kategorie, Basisportionen (Erwachsene) und Kennzeichnung sowie einem Abschnitt Zutaten.

Rezeptliste der Küche
Figure 1. Die Rezeptliste mit Kategorie, Kennzeichnungen und berechneten Nährwerten

Name, Kategorie und Basisportionen erfassen

So geht’s: Name eingeben (z. B. „Kartoffelgulasch"), Kategorie auswählen und die Basisportionen (Erwachsene) setzen (Standard 10).

Ergebnis: Die Angaben stehen im Formular; die Basisportionen bilden die Bezugsgröße für die spätere Nährwert-Berechnung je Portion.

Zutaten wählen oder neu anlegen

So geht’s: Im Abschnitt Zutaten je Zeile das Feld „Zutat suchen…" nutzen. Eigene Zutaten erscheinen sofort; die Standard-Zutaten aus der Lebensmittel­daten­bank (BLS) werden ab 2 Zeichen durchsucht (Treffer sind mit „· Standard" markiert). Danach Menge, Einheit (g, kg, ml, l, Stück) und Mengenbasis (roh / gegart) festlegen. Mit „+ Zutat-Zeile" eine weitere Zutat hinzufügen. Fehlt eine Zutat ganz, über „+ neue Zutat" eine eigene Zutat mit Name, Kategorie, Einheit, Putzverlust-Faktor, Garfaktor und Allergenen anlegen.

Ergebnis: Jede gewählte Zutat erscheint als Zeile. Für Zutaten mit unvollständigen Daten (fehlende Nährwerte oder Stückgewicht bei Einheit „Stück") zeigt die Zeile ein Warnzeichen (⚠) mit Hinweistext.

Die Mengenbasis unterscheidet, ob die eingegebene Menge roh / küchenfertig oder bereits gegart ist. Der hinterlegte Garfaktor der Zutat rechnet Rohmengen in Gargewicht um.

Kennzeichnung (Kostform) zuordnen

So geht’s: Im Feld Kennzeichnung die zutreffenden Merkmale antippen. Zur Wahl stehen Ernährungsformen (Vegetarisch, Vegan, Schweinefleischfrei, Halal, Glutenfrei, Laktosefrei) und Konsistenzstufen (Weiche Kost, Pürierte Kost, Passierte Kost).

Ergebnis: Aktivierte Kennzeichnungen sind hervorgehoben. Sie steuern später, in welche Menülinie des Speiseplans das Rezept passt (z. B. wird ein als „Vegetarisch" gekennzeichnetes Rezept der Menülinie Vegetarisch zugeordnet).

Portionsgruppen (z. B. „Kinder 1–3 Jahre") werden nicht am einzelnen Rezept hinterlegt. Sie sind küchenweite Faktoren unter Einstellungen → Portionsgruppen und skalieren die Mengen bei der Produktion. Siehe Menülinien verwalten.

Berechnung prüfen und speichern

So geht’s: Sobald mindestens eine Zutat gewählt ist, erscheint der Block „Berechnung" (live aus den Zutaten). Werte prüfen und anschließend über „Speichern" das Rezept sichern.

Ergebnis:

Angabe Bedeutung

Gargewicht gesamt

Gesamtgewicht bei den Basisportionen (gegart)

je Portion

Gargewicht je Basisportion

kcal je Portion

Energie je Portion aus den Zutaten

je 100 g gegart

Nährwert bezogen auf 100 g gegarte Speise

Nach dem Speichern erscheint das Rezept in der Liste — mit Kategorie, Kennzeichnungen, berechneten Allergenen (oder Badge „allergenarm", wenn keine vorliegen) und den Nährwert-Spalten.

Sind Zutatdaten unvollständig, weist die Berechnung dies mit ⚠ „Unvollständig" aus und die Werte sind Untergrenzen. Fehlende Nährwerte oder Stückgewichte pflegen Sie unter Einstellungen → Zutaten nach.

Verwandt

Warum das so ist

Allergene werden berechnet, nicht eingetippt. Sie ergeben sich aus den Zutaten des Rezepts. Ein von Hand gepflegtes Allergenfeld ist genau bis zur ersten Rezeptänderung richtig — und bei einer Allergenangabe ist ein veralteter Wert kein Schönheitsfehler, sondern ein Gesundheitsrisiko. Deshalb pflegen Sie die Zutaten, und die Kennzeichnung folgt automatisch.

Zentrale Rezepte werden kopiert, nicht verknüpft. Übernehmen Sie ein Rezept aus der zentralen Datenbank, erhalten Sie eine eigene Kopie. Ihr Speiseplan darf sich nicht ändern, weil jemand anderes das Original angepasst hat. Wird die Quelle später überarbeitet, sehen Sie einen Hinweis und entscheiden selbst, ob Sie die Änderung übernehmen.