Glossar

CateringOS benutzt die Sprache der Branche, nicht die der Software. Ein paar Begriffe sind trotzdem erklärungsbedürftig, weil sie in verschiedenen Betrieben Verschiedenes bedeuten.

Die drei Parteien

Caterer (Küche, Anbieter)

Wer kocht und liefert. Pflegt Rezepte, Speisepläne, Produktion, Lager und Abrechnung. Sieht von den Essern nur Zahlen, keine Namen.

Einrichtung (Abnehmer)

Wer beliefert wird — Kita, Schule, Hort, Seniorenheim, Betriebskantine, Kommune. Pflegt die eigene Struktur und die Personen, meldet Kopfzahlen, Abwesenheiten und Schließtage. Verantwortlich für die personenbezogenen Daten der Esser.

Endnutzer (Eltern, Angehörige, Beschäftigte)

Wer isst oder für jemanden entscheidet. Sieht den Speiseplan, bestellt und meldet ab. Für Endnutzer ist CateringOS kostenlos.

Träger

Eine Organisation über mehreren Einrichtungen — etwa eine Kommune mit acht Kitas. Der Vertrag kann für den ganzen Träger gelten oder nur für einen Teilbereich („nur die Schulen").

Planung

Speiseplan-Gruppe

Die Antwort auf „Welche Häuser bekommen denselben Plan?". Drei Kitas mit identischem Speiseplan sind eine Speiseplan-Gruppe — Sie planen einmal, nicht dreimal. Nicht zu verwechseln mit einer Betreuungsgruppe.

Betreuungsgruppe

Eine Gruppe innerhalb einer Einrichtung — „Marienkäfer", „Klasse 3b", „Station 2". Gehört der Einrichtung und wird dort gepflegt.

Menülinie

Eine parallele Ausgabe am selben Tag: Vollkost, vegetarisch, vegan, schweinefleischfrei, halal, oder Konsistenzstufen (weich, püriert, passiert). Im Planer eine eigene Spur, an der Ausgabe eine eigene Zahl.

Gang

Vorspeise, Hauptgericht, Beilage, Nachspeise.

Zyklus

Ein wiederkehrender Plan — etwa ein Vier-Wochen-Rhythmus. Wird einmal gebaut und dann für Wochen im Voraus ausgerollt.

Leistungsbeginn

Ab wann Sie eine Einrichtung beliefern. Vor diesem Datum entstehen keine Mengen, auch wenn ein Plan existiert.

Liefertag

Ein Wochentag, an dem geliefert wird. Kein Liefertag, kein Bedarf.

Rezepte und Gerichte

Rezept

Der Baustein: eine Zubereitung mit Zutaten, aus denen Allergene und Nährwerte berechnet werden (z. B. „Kartoffelpüree“). Einmal gepflegt, in vielen Gerichten wiederverwendet.

Gericht

Was auf den Teller kommt und im Speiseplan eingeplant wird — zusammengesetzt aus einem oder mehreren Rezept-Bausteinen (z. B. „Rinderbraten mit Kartoffelpüree“). Allergene, Nährwerte und Kennzeichnungen werden aus den Bausteinen aggregiert.

Mengen

Portionsgruppe

Eine Essergruppe mit einem Faktor: Krippenkind 0,5, Schulkind 0,8, Erwachsener 1,0. Meist über eine Altersspanne definiert. Aus Köpfen werden damit Mengen.

Gewichtete Portion

Personen multipliziert mit dem Faktor ihrer Portionsgruppe. Die Zahl, nach der gekocht wird — im Unterschied zur reinen Kopfzahl.

Kopfzahl

Wie viele Menschen mitessen. Kann von der Einrichtung gemeldet oder von der Küche telefonisch erfasst werden; im zweiten Fall gilt sie als erklärte Zielmenge und wird nicht noch einmal um Abmeldungen gekürzt.

Lieferpunkt

Eine eigenständige Lieferadresse. Ein Träger mit fünf Häusern hat fünf Lieferpunkte — das ist auch die Einheit, nach der sich der CateringOS-Tarif bemisst.

Abmeldefrist (Vorlauf)

Bis wann eine Abmeldung noch etwas ändert — meist „bis X Tage vorher, bis HH:MM Uhr". Steht im Vertrag. Danach wird der Tag berechnet, auch wenn niemand isst.

Betrieb

Produktionsliste (Küchenzettel)

Was heute zu kochen ist, in welcher Menge, je Menülinie und Gang.

Portionierung

Wie das Gekochte auf die Häuser verteilt wird — Einrichtung × Portionsgruppe, als Kommissionier- und Lieferbeleg druckbar.

FEFO

First Expired, First Out — bei der Entnahme geht zuerst raus, was zuerst abläuft. Nicht dasselbe wie FIFO (zuerst eingelagert).

Charge

Eine einzelne Wareneingangs-Buchung mit eigenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Zwei Lieferungen derselben Zutat bleiben getrennt.

HACCP

Das gesetzlich vorgeschriebene Eigenkontrollsystem für Lebensmittelbetriebe — Kontrollpunkte, Messwerte, Abweichungen mit Maßnahme, Export für die Behörde.

Schließtag

Ein Tag, an dem gar nicht geliefert wird — Ferien, Brückentag, Konzepttag, Ausflug. Gilt für eine ganze Einrichtung oder einzelne Betreuungsgruppen.

Abwesenheit

Eine einzelne Person isst an einem oder mehreren Tagen nicht mit. Bewusst ohne Grund: Warum jemand fehlt, ist für die Menge ohne Bedeutung, und ein Krankheitsgrund wäre ein Gesundheitsdatum nach Art. 9 DSGVO.

Kaufmännisches

Leistungsnachweis

Die monatliche Zusammenfassung der gelieferten Mahlzeiten je Einrichtung — die Abrechnungsgrundlage. Wird zur Abnahme gesendet und gilt ohne Widerspruch nach einer Frist als abgenommen.

Aufschlüsselung

Wie detailliert der Nachweis aufgebaut ist: nur Tag, Tag × Portionsgruppe (Standard) oder Tag × Gericht × Portionsgruppe. Steht im Vertrag.

Preisregel

Ein Preis für eine bestimmte Kombination — etwa „Schulkind, Mittagessen, ab 01.09.". Die spezifischste passende Regel gewinnt; greift keine, gilt der Pauschalpreis des Vertrags, sonst der Standardpreis der Küche.

Direktkunde (B2C)

Ein Endkunde ohne Einrichtung dazwischen — etwa ein Essen-auf-Rädern-Abo. Wird im Mandanten-Bereich verwaltet.

Konten und Rechte

Mandant

Eine Organisation in CateringOS — eine Küche oder eine Einrichtung/ein Träger. Daten eines Mandanten sind für andere Mandanten nicht sichtbar.

App-Rolle

Bestimmt, in welcher Anwendung jemand landet: Küche, Einrichtung oder Eltern-Portal.

Rolle (Berechtigungen)

Bestimmt, was jemand dort darf — je Ressource: Ansehen, Anlegen, Bearbeiten, Archivieren. Mehrere Rollen sind möglich; es gilt die Vereinigung.

Geltungsbereich

Schränkt einen Zugang auf einen Teil der Struktur ein — eine Einheit und alles darunter.